10 Jahre Holzforum

Sie haben noch viel vor, die Partner vom Holzforum Schwarzenbach a.Wald, von links: Leonhard Nossol (Geschäftsführer ZPR), Werner Peetz (Rathaus), Bürgermeister Reiner Feulner, Michael Stein (Lokale Aktionsgruppe Landkreis Hof) Forstdirektor Thomas Krämer, Ralf Kremer (Forstunternehmer), Frank Dietel (Geschäftsführer WBV Hof-Naila), Dominik Biller (Stadtumbaumanagement), Geschäftsleiter Bernd Schnappauf und Markus Weirich (Bayerische Staatsforsten).

Schwarzenbach a.Wald – Die Stadt hat sich vor allem mit dem FrankenWALDtag einen Namen gemacht. Nachhaltigkeit ist ein großes Thema, vor allem bei den Rohstoffen und der ist in der Region Frankenwald das Holz. Über Jahrhunderte hinweg hat es Landschaft und Menschen geprägt. Der Klimawandel hat inzwischen Spuren hinterlassen, die Wertschöpfung ist neu zu betrachten. Die Öffentlichkeit und die Privatwaldbesitzer wurden mittlerweile zum Umdenken angeregt. Deshalb hat die Stadt Schwarzenbach a.Wald das Holzforum ins Leben gerufen. Dazu gehören viele Partner, u.a. Behörden, Regional- und Wirtschaftsverbände sowie Experten der Bereiche Forst und Holz. Mit der Firma Holzeinschlag Ralf Kremer konnte der Bürgermeister einen weiteren Partner in das Gremium aufnehmen.

„Fünf erfolgreiche FrankenWaldtage, im Jahr 2018 sogar rd. 8.000 Besucher, doch das Holzforum ist noch mehr“ erwähnte Bürgermeister Reiner Feulner beim Treffen der Partner im Rathaus. Dazu gehörten zahlreiche Ausstellungen mit dem Holzbaupreis Bayern, der Klima-Holzwürfel, die Clusterbildung, ein Fachsymposium und natürlich die Internetseite über das Holzforum. „Dadurch wurden auch Fachleute aus Südkorea auf uns aufmerksam und besuchten uns im Rathaus. Man sieht also, wir haben eines bewegt.“ Schwarzenbach am Wald verbindet viel mit Wald und Holz.

Schon im Jahr 2007 wurde im Hallenbad ein Biomasseheizwerk eingebaut, das auch die Schule und weitere Wohnhäuser versorgt. Das Parkdeck mit seinen naturbelassenen Holzlatten mitten im Ort bekam sogar eine Auszeichnung. Eine Attraktion ist der Skulpturenweg mit lebensgroßen geschichtlichen Holzfiguren, der noch nicht ganz angelegte Zukunftswald soll einheimische und fremdländische Baumarten und Exoten vereinen. Ein Vorstoß für die Waldbauernschule wurde bereits gemacht. Die nächste Aktion ist die erste oberfränkische Waldarbeitsmeisterschaft mit internationaler Beteiligung auf dem Festgelände an der Schützenstraße, bei der auch der amtierende Weltmeister am Start ist.

Forstdirektor Thomas Krämer erläuterte das akute Problem mit dem Borkenkäfer und verwies auf dringende Waldhygiene. Positiv sieht er die Mitmachwelle der etwa 10.000 Waldbesitzer, die kontinuierlich beim Waldumbau mithelfen. Leider fehlen ausgebildete Forstunternehmer und geschulte Waldbesitzer und dafür wäre ein Bildungszentrum eine tolle Sache.

Aufnahme von Ralf Kremer (links) in das Holzforum Schwarzenbach a.Wald als aktives Mitglied